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Strauben sind das knusprige Herz der Südtiroler Feste: goldene Teigspiralen, frisch ausgebacken und mit Puderzucker sowie Preiselbeermarmelade serviert.
Ursprünglich ein „Luxusgebäck“ in den Bauernhäusern, sind sie heute das Symbol von Kirchweihen, Märkten und Fasching, zubereitet im Freien in großen Ölkesseln.
Ihre unregelmäßige Form erzählt von der Handwerkskunst des erfahrenen Frittiermeisters, während der Teig aus Mehl, Bergmilch, frischen Eiern und einem Schuss Grappa für Leichtigkeit und Duft sorgt.
Außen knusprig und innen weich sind Strauben ein kleines alpines Ritual – ein Geflecht aus Tradition, Geselligkeit und Bergaromen.
Der Duft von Puderzucker, der mit dem Aroma des Frittierten verschmilzt, und die säuerliche Note der Preiselbeermarmelade, die die Süße des Teigs perfekt ausgleicht: Es gibt kaum ein evokativeres Bild für den Fasching und die Volksfeste in Südtirol.
Strauben sind nicht nur eine Süßspeise; sie sind ein kollektives Ritual, ein vergängliches Kunstwerk, das aus handwerklichem Geschick entsteht und in der Wärme der Gemeinschaft genossen wird.
In diesem Leitfaden erkunden wir jedes Geheimnis dieser Köstlichkeit, von den mittelalterlichen Wurzeln bis hin zu den Kniffen, um sie in der eigenen Küche perfekt zuzubereiten.
Das Land: Die Seele der Täler und Plätze

Südtirol ist ein Land, in dem die Landschaft die Traditionen formt.
Zwischen den schneebedeckten Gipfeln der Dolomiten und den Weinbergen des Etschtals hatte Essen schon immer eine grundlegende soziale Funktion.
Der Strauben ist das Symbol für das Territorium in Feierlaune.
Während der Krapfen eher in die Intimität der Häuser und Backstuben gehört, gehört der Strauben auf den öffentlichen Platz.
Er ist der unangefochtene Protagonist der Dorffeste (der Kirchtage), der Christkindlmärkte und natürlich der Faschingszeit.
Die Zubereitung im Freien, oft betreut von lokalen Vereinen oder der Freiwilligen Feuerwehr an ihren Ständen, schafft einen magnetischen Anziehungspunkt.
Das Land erkennt man an jenem weißen Dampf, der aus den großen Ölkesseln aufsteigt, ein Signal, das Touristen und Einheimische einlädt, innezuhalten, die Kälte zu vergessen und die alpine Geselligkeit zu feiern.
Jedes Tal behauptet von sich, die größte Meisterschaft im Frittieren zu besitzen, was diese Süßspeise zu einer echten Säule der lokalen gastronomischen Identität macht.
Das Gericht: Eine Architektur aus Teig

Südtirol ist ein Land, in dem die Landschaft die Traditionen formt.
Zwischen den schneebedeckten Gipfeln der Dolomiten und den Weinbergen des Etschtals hatte Essen schon immer eine grundlegende soziale Funktion.
Der Strauben ist das Symbol für das Territorium in Feierlaune.
Während der Krapfen eher in die Intimität der Häuser und Backstuben gehört, gehört der Strauben auf den öffentlichen Platz.
Er ist der unangefochtene Protagonist der Dorffeste (der Kirchtage), der Christkindlmärkte und natürlich der Faschingszeit.
Seine Zubereitung im Freien, oft betreut von lokalen Vereinen oder der Freiwilligen Feuerwehr an ihren Ständen, schafft einen magnetischen Anziehungspunkt.
Das Land erkennt man an jenem weißen Dampf, der aus den großen Ölkesseln aufsteigt,ein Signal, das Touristen und Einheimische einlädt, innezuhalten, die Kälte zu vergessen und die alpine Geselligkeit zu feiern.
Jedes Tal behauptet von sich, die größte Meisterschaft im Frittieren zu besitzen, was diese Süßspeise zu einer echten Säule der lokalen gastronomischen Identität macht.
Ursprung des Gerichts: Zwischen Etymologie und Legende

Die Wurzeln des Namens sind rein germanisch und leiten sich vom Wort Struppel ab, was so viel wie unordentlich, zerzaust oder struppig bedeutet.
Diese Etymologie beschreibt perfekt das Aussehen der Süßspeise, die keinen präzisen geometrischen Regeln folgt, sondern sich im Öl ausdehnt, indem sie der Handbewegung des Kochs folgt.
Obwohl er heute ein Vergnügen für jedermann ist, war der Strauben historisch gesehen eine Luxus-Süßspeise für die bäuerliche Wirtschaft.
Strauben erforderte Weißmehl, frische Eier und eine große Menge an Fett zum Frittieren, meist Schmalz.
Er war daher den Momenten vorbehalten, in denen der Arbeitsalltag unterbrochen wurde, wie zum Ende der Ernte oder bei Bauernhochzeiten, wo die komplizierte Form auch Überfluss und die Verflechtung familiärer Bindungen symbolisierte.
Man sagt, dass die Spiralform auch an archaische Sonnensymbole erinnerte, die Licht und Wärme in den langen alpinen Wintern brachten.
Gesundheitliche Aspekte: Energie und natürliche Zutaten

Trotz der Tatsache, dass es sich um ein frittiertes Gebäck handelt, bietet der Strauben, wenn er nach den Qualitätskriterien Südtirols zubereitet wird, wertvolle Nährstoffe.
Die im Teig verwendeten Bio-Eier liefern Proteine mit hoher biologischer Wertigkeit und Vitamine der B-Gruppe, während die Vollmilch vom Berg eine Zufuhr von Calcium und Mineralstoffen garantiert, die für die Knochen wichtig sind.
Der interessanteste Aspekt unter gesundheitlichen Gesichtspunkten ist die Garnitur aus wilden Preiselbeeren.
Die verwendenten Waldfrüchte sind natürliche Quellen für Antioxidantien, Polyphenole und Vitamin C, bekannt für ihre entzündungshemmenden Eigenschaften.
Sicherlich bleibt der Strauben ein kalorienreiches Lebensmittel, ideal für diejenigen, die Wintersport betreiben oder Wanderungen in der Höhe unternehmen, aber seine Echtheit liegt im Verzicht auf Konservierungsstoffe und in der Verwendung von lokalen Rohstoffen, die der Körper leichter verstoffwechselt als industrielle Produkte.
Geschmackliche Vielfalt und moderne Variationen

In der Vergangenheit war die Zubereitung von Strauben eine echte Prüfung für handwerkliches Geschick und körperliche Kraft.
Es gab keine modernen Trichter mit Ventil; die Köchinnen auf den Berghöfen benutzten schwere Blech- oder Keramiktrichter und hielten die Öffnung mit einem Finger zu, während sie vom Teigbehälter zur Pfanne wechselten.
Die Geschwindigkeit der kreisenden Bewegung entschied über das Gelingen: Eine zu langsame Bewegung hätte einen zu dicken und fettigen Strauben erzeugt, während eine zu schnelle Bewegung die Fäden hätte reißen lassen.
Es war ein Wissen, das durch reines Beobachten weitergegeben wurde.
Die Kinder schauten den Müttern und Großmüttern zu und lernten, die Temperatur des Fetts zu fühlen, indem sie die Bläschen beobachteten, die sich um ein zur Probe eingetauchtes Holzstäbchen bildeten.
Diese Geschichte aus wiederholten Gesten und aufmerksamen Blicken ist das, was Gustos heute zu bewahren versucht, indem es ein Stück historisches Gedächtnis des Alpenraums auf den Tisch bringt.
Zutaten und Zubereitung der Strauben

Um einen Strauben zu erhalten, der die Tradition respektiert, ist die Qualität der Zutaten unerlässlich. Man kann nicht auf frische Eier und Milch vom Berg verzichten.
Um die perfekten Strauben zu backen, brauchen Sie:
- 250 g hochwertiges Mehl (Type 00);
- 250 ml frische Vollmilch vom Berg;
- 3 große Bio-Eier (Eigelb und Eiweiß getrennt);
- 20 ml Grappa (das Geheimnis für die Textur);
- 30 g geschmolzene Butter (aber nicht heiß);
- Eine Prise Salz;
- Ein Esslöffel Kristallzucker;
- Erdnussöl zum Frittieren;
- Puderzucker;
- Heidelbeerkonfitüre.
In einer großen Schüssel das Mehl sieben, um Klumpen zu vermeiden, und die Milch nach und nach dazugießen, dabei kräftig mit einem Schneebesen rühren, bis die Mischung glatt ist.
Die Eigelbe, den Zucker, die Prise Salz und den Grappa hinzufügen, dann die geschmolzene Butter langsam unterrühren.
Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und sehr vorsichtig mit Bewegungen von unten nach oben unter den Teig heben, damit er nicht zusammenfällt.
Das Öl in einer breiten Pfanne auf 170-180°C erhitzen. Mit dem speziellen Trichter den Teig in einer Spiralbewegung eingießen, beginnend in der Mitte und nach außen hin arbeitend.
Etwa 2 Minuten pro Seite goldbraun frittieren, auf Küchenpapier abtropfen lassen und sofort mit Puderzucker und einem großzügigen Klecks Heidelbeerkonfitüre servieren.
Varianten: Von herzhaft bis modern

Neben der klassischen Version hat die Südtiroler Küche dieses Gericht im Laufe der Zeit durch verschiedene Interpretationen erneuert.
Es gibt die Version des Straubens aus dem Ofen, bei der der Teig in kreisförmige Formen gegossen und bei hoher Temperatur gebacken wird, um die Fettzufuhr drastisch zu reduzieren. Sehr beliebt ist auch die Vollkornvariante, die die Verwendung von Dinkel- oder Buchweizenmehl vorsieht und dem Strauben einen nussigeren und rustikaleren Geschmack verleiht.
In einigen zeitgenössischen Gourmet-Interpretationen wird der Zucker weggelassen und die knusprige Spirale als Beilage zu knusprigem Speck und lokalem Blauschimmelkäse serviert, während die Apfelvariante das Hinzufügen von fein geriebenen Südtiroler Äpfeln und Zimt zum Teig vorsieht, um an die typischen Aromen des Apfelstrudels zu erinnern.
Wein und passende Begleiter

Die ideale Begleitung muss in der Lage sein, den Gaumen von der frittierten Komponente zu befreien und mit der säuerlichen Konfitüre zu harmonieren.
Der Südtiroler Rosenmuskateller gilt als die erstklassige Begleitung, da seine floralen Noten von Rosenblättern und roten Früchten direkt an die Preiselbeerkonfitüre erinnern.
Für diejenigen, die ein opulenteres Erlebnis suchen, bietet der Gewürztraminer Passito eine ausgeprägte Aromatik und eine Restsüße, die eine perfekte Verbindung mit den Vanillenoten des Nachtischs eingehen.
Traditionell, besonders während der winterlichen Märkte, wird der Strauben von einem verlängerten Kaffee oder einem Alpenkräutertee begleitet, der die Verdauung unterstützt und den Körper nach einem Tag an der frischen Luft aufwärmt.
Tipps für den perfekten Strauben: Die Ratschläge des Küchenchefs

Um die häusliche Zubereitung nicht zu verfehlen, ist es grundlegend, die Öltemperatur aufmerksam zu überwachen, die konstant bei etwa 170°C bleiben muss, um zu verhindern, dass sich das Gebäck mit Fett vollsaugt.
Das Hinzufügen von Grappa ist keine bloße aromatische Spielerei: Der Alkohol verdampft sofort bei Kontakt mit der Hitze und erzeugt Mikro-Hohlräume im Teig, die ihn federleicht und unglaublich knusprig machen.
Wenn man nicht über das traditionelle Gerät verfügt, kann man einen professionellen Spritzbeutel mit einer glatten und engen Tülle verwenden. Schließlich ist die Wahl der Marmelade entscheidend: Man sollte zu süße Konfitüren vermeiden und nur wildwachsende Preiselbeerkonfitüre bevorzugen, deren natürliche Säure für das geschmackliche Gleichgewicht des gesamten Gerichts notwendig ist.
Ein genussvolles Fazit

Die Zubereitung von Strauben bedeutet, in eine sensorische Erfahrung einzutauchen, die die Langsamkeit und das handwerkliche Geschick feiert.
Strauben sind eine Süßspeise, die die Eile industrieller Prozesse nicht akzeptieren; sie erfordern eine sichere Hand, heißes Öl und den Wunsch, durch einfache, aber edle Zutaten Freude an den Tisch zu bringen.
Jeder Bissen stellt eine Reise durch die Lärchenwälder und die festlichen Plätze Südtirols dar, ob zum Feiern des Faschings oder um einen Sonntag in der Familie besonders zu machen.
Die Strauben bringen die reine und authentische Magie unserer Berge zu Ihnen nach Hause.
Vielleicht liegt genau darin ihr Zauber: Strauben sind nicht nur ein Gebäck, sondern ein Stück gelebte Tradition.
Jede goldene Spirale erzählt von alten Festen, geduldigen Händen und Küchen, die nach Zuhause duften.
Wer sie heute zubereitet, holt diesen vertrauten Rhythmus zurück und verwandelt einfache Zutaten in einen Moment gemeinsamer Wärme.
Denn in Südtirol werden Traditionen nicht bewahrt – sie werden gelebt, eine Straube nach der anderen.
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